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Entzündung am Implantat? Erfahren Sie, wie Sie eine Periimplantitis frühzeitig erkennen und welche Behandlungen wirklich helfen.

Ein Zahnimplantat schenkt nicht nur festen Halt im Kiefer, sondern oft auch ein Stück Selbstvertrauen zurück – ein Lächeln, das sich wieder echt anfühlt. Umso beunruhigender ist es, wenn das Implantat plötzlich schmerzt, das Zahnfleisch sich rötet oder zurückgeht.
Hinter solchen Beschwerden kann eine Periimplantitis stecken – eine entzündliche Erkrankung rund um das Zahnimplantat, die unbehandelt zum Implantatverlust führen kann. Sie beginnt meist schleichend, bleibt lange unbemerkt und wird dann zur ernsten Gefahr für den festen Halt im Kiefer.
Doch je früher die Symptome einer Implantat-Entzündung erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie Sie mit der richtigen Pflege einer Periimplantitis effektiv vorbeugen können.
Periimplantitis ist eine Entzündung des Gewebes rund um ein Zahnimplantat, die nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch den darunterliegenden Kieferknochen betrifft. Im Gegensatz zur oberflächlichen Schleimhautentzündung – der sogenannten periimplantären Mukositis – schreitet die Periimplantitis tiefer ins Gewebe vor und kann zum Knochenabbau führen.

Die Erkrankung ähnelt der Parodontitis bei natürlichen Zähnen, ist jedoch in ihrer Dynamik oft aggressiver. Bakterien lagern sich an der rauen Oberfläche des Implantats ab, lösen eine Immunreaktion aus und führen unbehandelt zur Zerstörung des Halteapparats.
Was die Periimplantitis besonders tückisch macht: Sie verläuft oft lange schmerzfrei. Viele Betroffene bemerken die Entzündung erst dann, wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht, das Implantat sich lockert oder Schmerzen beim Kauen auftreten. Dann ist der Knochenabbau meist schon weit fortgeschritten.
Die häufigste Ursache einer Periimplantitis ist – wie bei der Parodontitis – eine bakterielle Infektion. Wenn sich Zahnbelag (Plaque) rund um das Implantat ansammelt und nicht gründlich entfernt wird, dringen Keime in das umliegende Gewebe ein und lösen dort eine chronische Entzündung aus.
Aber nicht nur mangelnde Mundhygiene spielt eine Rolle. Auch folgende Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Implantat-Entzündung:
Auch Jahre nach der Einheilung kann sich eine Periimplantitis entwickeln. Regelmäßige Kontrollen und gute Pflege sind deshalb entscheidend, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.
Die Periimplantitis beginnt meist still – ohne Schmerzen, ohne auffällige Anzeichen. Genau das macht sie so gefährlich. Denn je später die Erkrankung entdeckt wird, desto größer ist der bereits entstandene Knochenschaden am Implantat.
Achten Sie deshalb besonders auf diese häufigen Symptome einer Periimplantitis:
Ein häufiges Warnsignal: Das Gefühl, dass sich das Implantat „fremd“ anfühlt – anders als früher. Selbst scheinbar harmlose Beschwerden wie leichtes Zahnfleischbluten sollten ernst genommen und zahnärztlich abgeklärt werden.
Je eher die Symptome erkannt werden, desto wahrscheinlicher lässt sich das Implantat erhalten, oft sogar ohne chirurgischen Eingriff.
Der erste Schritt zur erfolgreichen Behandlung einer Periimplantitis ist die sichere Diagnose und die beginnt mit einem genauen Blick auf das Zahnfleisch.
In der zahnärztlichen Untersuchung prüft der Behandler, ob das Gewebe rund um das Implantat gerötet, geschwollen oder blutend ist. Mit einer feinen Parodontalsonde misst er die Sondierungstiefen – also, wie weit sich die Tasche zwischen Zahnfleisch und Implantat vertieft hat. Tiefe Taschen und Blutung beim Sondieren sind klare Warnzeichen.
Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel ist das digitale Röntgenbild. Es zeigt, ob sich Knochenabbau rund um das Implantat gebildet hat, ein typisches Zeichen für eine fortgeschrittene Entzündung. In einigen Fällen können auch 3D-Bildgebungen (DVT) eingesetzt werden, um die Situation exakt zu beurteilen.
Zur Abgrenzung gegenüber einer Mukositis (oberflächliche Schleimhautentzündung ohne Knochenverlust) ist vor allem der Verlauf entscheidend: Während eine Mukositis reversibel ist, ist die Periimplantitis oft chronisch und fortschreitend und sollte deshalb nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Wird eine Periimplantitis frühzeitig erkannt, lässt sie sich in vielen Fällen noch gut behandeln. Ziel ist es, die Entzündung zu stoppen, die Bakterienbelastung zu reduzieren und, wenn möglich, den Knochenabbau zu begrenzen.
Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung.
Diese Verfahren können helfen, eine beginnende Entzündung zu kontrollieren – insbesondere, wenn noch kein Knochenverlust vorliegt oder dieser gering ist.
Je früher behandelt wird, desto besser sind die Erfolgschancen für eine Implantaterhaltung. Bei weit fortgeschrittener Periimplantitis und starkem Knochenverlust kann es jedoch nötig sein, das Implantat zu entfernen und später – nach entsprechender Heilung – neu zu setzen.
Eine gute Behandlung besteht nicht nur aus einem Eingriff, sondern immer auch aus Begleitung, Kontrolle und Nachsorge. Denn nur wenn die Entzündung dauerhaft unter Kontrolle bleibt, kann das Implantat langfristig erhalten bleiben.
Die Suche nach sanften Lösungen ist verständlich, besonders wenn es um eine Entzündung am Zahnimplantat geht. Immer wieder fragen Patienten, ob Hausmittel bei Periimplantitis helfen – etwa Kamillenspülungen, Kokosöl oder Teebaumöl.
Solche Maßnahmen können im besten Fall vorübergehend entzündungshemmend wirken. Sie ersetzen aber niemals eine gezielte zahnärztliche Therapie. Denn die Bakterien in tiefen Zahnfleischtaschen lassen sich mit Hausmitteln nicht zuverlässig entfernen, schon gar nicht an der rauen Oberfläche eines Implantats.
Auch alternative Methoden wie Laserbehandlungen, photodynamische Therapie oder probiotische Mundpflege können unterstützend wirken, allerdings nur im Rahmen eines zahnmedizinischen Gesamtkonzepts und immer mit wissenschaftlich fundierter Bewertung.
Wichtig: Verzichten Sie auf Selbstversuche. Eine unbehandelte Periimplantitis kann den Knochen dauerhaft schädigen und den Verlust des Implantats zur Folge haben. Lassen Sie erste Anzeichen deshalb frühzeitig professionell abklären.
Die beste Therapie ist immer die, die gar nicht notwendig wird. Bei Zahnimplantaten bedeutet das: Wer Periimplantitis vorbeugen möchte, sollte auf konsequente Mundhygiene und Nachsorge setzen.
Hier die wichtigsten Maßnahmen, um Ihr Implantat langfristig zu schützen:
Ein Implantat kann viele Jahre oder Jahrzehnte halten – vorausgesetzt, es wird gepflegt wie ein natürlicher Zahn. Wer sich daran hält, hat gute Chancen, der Periimplantitis dauerhaft vorzubeugen.
Trotz aller Bemühungen lässt sich ein entzündetes Implantat in manchen Fällen nicht mehr retten. Wenn der Knochenabbau zu weit fortgeschritten ist oder das Implantat sich bereits gelockert hat, bleibt oft nur ein Schritt: die Entfernung des Implantats.
Das bedeutet jedoch nicht das Ende aller Möglichkeiten.
Nach Entfernung des Implantats wird zunächst das Gewebe gesäubert und die Entzündung vollständig ausgeheilt. In vielen Fällen lässt sich anschließend ein erneuter Knochenaufbau (Augmentation) durchführen und nach der Heilungsphase ein neues Implantat setzen.
Ob ein zweiter Versuch möglich ist, hängt von:
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt in der Regel keine Kosten für Implantate. Private Zusatzversicherungen oder private Krankenversicherungen können je nach Tarif einspringen – jedoch meist nur für medizinisch notwendige Behandlungen, nicht bei Versäumnissen in der Pflege.
Wichtig sind deshalb eine transparente zahnärztliche Aufklärung, realistische Erfolgseinschätzung und konsequente Nachsorge.
In unserer Zahnklinik in Slubice, Polen, nehmen wir uns Zeit für Menschen, die bereits negative Erfahrungen mit Implantaten gemacht haben. Gemeinsam besprechen wir realistische Behandlungswege, klären offen über Chancen und Risiken auf und begleiten Sie auch dann, wenn ein Implantat verloren gegangen ist.
Periimplantitis ist eine ernste, aber behandelbare Erkrankung. Wer frühzeitig auf Warnzeichen wie Zahnfleischbluten, Schwellung oder Schmerzen am Implantat reagiert, kann oft Schlimmeres verhindern.
Entscheidend sind: gute Implantatpflege, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und eine rechtzeitige, gezielte Behandlung.
In erfahrenen Händen lässt sich vieles erhalten – und wenn nicht, zeigen moderne Verfahren auch nach einem Implantatverlust neue Wege auf.
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Hier finden Sie die häufigsten Fragen zu Periimplantitis, kompakt und verständlich beantwortet.
Periimplantitis ist eine entzündliche Erkrankung des Gewebes rund um ein Zahnimplantat, bei der es zu Zahnfleischentzündung und Kieferknochenabbau kommt. Sie ähnelt der Parodontitis bei natürlichen Zähnen, verläuft jedoch oft aggressiver. Unbehandelt kann sie zum Verlust des Implantats führen.
Typische Symptome sind Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten rund um das Implantat. Auch Schmerzen beim Kauen, schlechter Geschmack im Mund oder ein zurückgehendes Zahnfleisch können Hinweise sein. Bei fortgeschrittener Periimplantitis kann sich das Implantat lockern.
Eine „Abstoßung“ eines Zahnimplantats im klassischen Sinn ist selten, häufiger liegt eine Periimplantitis oder mangelhafte Einheilung vor. Typische Symptome können Schmerzen, Zahnfleischrötung, Schwellung, Blutung, ein lockeres Implantat oder ein Fremdkörpergefühl sein. Treten solche Anzeichen auf, sollte umgehend zahnärztlich kontrolliert werden.
Entzündetes Zahnfleisch unter einer Prothese entsteht meist durch Druckstellen, unzureichende Reinigung oder schlecht sitzende Prothesen. Symptome wie Rötung, Brennen oder Schwellung sollten ernst genommen werden. Wichtig ist eine Anpassung beim Zahnarzt, regelmäßige Prothesenreinigung und ggf. eine professionelle Zahnreinigung.
Je nach Schweregrad erfolgt eine Reinigung des Implantatbereichs, gegebenenfalls mit Laser oder antibakteriellen Wirkstoffen. In fortgeschrittenen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein. Ziel ist immer, die Entzündung zu stoppen und das Implantat zu erhalten.
Hausmittel wie Spülungen mit Kamille oder Kokosöl können kurzfristig Linderung verschaffen. Sie ersetzen jedoch keine zahnärztliche Behandlung. Ohne professionelle Therapie kann sich die Entzündung verschlimmern.
Nicht unbedingt. Wird die Periimplantitis früh erkannt, kann das Implantat oft erhalten bleiben. Bei starkem Knochenverlust oder Lockerung ist eine Entfernung aber manchmal unumgänglich.
Regelmäßige Zahnpflege, professionelle Zahnreinigungen und Kontrolluntersuchungen sind der beste Schutz. Auch der Verzicht auf Rauchen und die Kontrolle von Risikofaktoren wie Diabetes helfen, Entzündungen vorzubeugen.
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